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Fidibus freut sich aufs Finale: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Foto: Ingrid Fusenig
Fachleute des Deutschen Kita-Preises machten sich anhand von Gesprächen ein Bild vom Endrunden-Teilnehmer Fidibus.

Fidibus freut sich aufs Finale: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Von: Ingrid Fusenig | 1. März 2020
Trier: Der Deutsche Kita-Preis ist mit einem Expertenteam beim Finalisten, dem lokalen Bündnis Fidibus, zu Gast gewesen. 

Rund 1500 Bewerber gab es für den begehrten Deutschen Kita-Preis. Er würdigt Menschen, die  hart daran arbeiten, dass die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft optimal aufwachsen können.

Das Bündnis „Fidibus – mobile inklusive Familienbildung für alle“ – hat es bei insgesamt 140 Bewerbern in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung“ unter die zehn Finalisten geschafft. Die Freude darüber ist Fidibus-Leiterin Silvia Willwertz ins Gesicht geschrieben. Vor zehn Jahren gründetete sie das Familienzentrum in der Trierer Gratianstraße und schuf ein Bildungsangebot für Familien mit Nachwuchs im Kita-Alter – ganz gleich ob mit oder ohne Beeinträchtigung und egal welcher Herkunft.

Familienbildung à la Fidibus gibt es mittlerweile auch mobil und wird von zahlreichen Kindertagesstätten und Schulen in der Stadt Trier und im Landkreis Trier-Saarburg geschätzt. Dankbar für die Impulse des mobilen Angebots ist auch Katja Keilen, Leiterin der Kita St. Martin Zemmer-Schleidweiler. „Vor ein paar Jahren hatten wir die Situation, viele Flüchtlingskinder in die Kita zu integrieren“, erzählte sie. Wo Worte zur Verständigung noch fehlten, musste eine andere Form der Kommunikation her, sagte Keilen. „Da kam Fidibus mit den Bausteinen Gesang und vor allem Gebärdensprache gerade recht.“ Die Kleinen liebten die „Zaubersprache“, wie sie sie nennen, und Miteinander und Integration funktionierten tatsächlich besser. Auch das Projekt „Kinder lernen spielerisch ihre Rechte kennen“ sei ein Erfolg gewesen.

„Das Bildungsangebot ist eine gute Ergänzung unserer Arbeit. Wir bekommen neue Impulse“, versicherte auch Adelheid-Weber-Schleder, Kitaleiterin der integrativen Kindertagesstätte Haus Tobias in Trier-Quint. Es sei ein Gewinn, dass Fidibus auch Familien eine Tür zur Bildung öffne, die diesen Zugang sonst nicht hätten.

Stefan Clotz (Berater Deutscher Kita-Preis) und Julia Schneider (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Rheinland-Pfalz) warfen einen Blick hinter die Kulissen von Fidibus und machten sich ein Bild von der Qualität des Angebots. Auf dem Programm standen ein Workshop sowie Gesprächsrunden und Interviews mit Eltern, Erziehern und Verantwortlichen der Kitas.

Clotz ließ sich zwar nicht in die Karten schauen, aber er verriet: „Die Überwindung von Stadt-Landraumgrenzen ist ein wichtiges Qualitätskriterium des Kita-Preises.“ Ebenso gehe es um Partizipation, eine lernende Organisation und natürlich die Ausrichtung auf Kinder. Für ihn steht außer Frage, dass „alle Finalisten Gewinner sind, ausnahmslos. Ich hoffe, Sie spüren das!“ Fidibus sei hochprofessionell und auf jeden Fall preiswürdig, „sonst wären wir nicht hier“.

Fidibus hat für den Kita-Preis auch einen Film gedreht, der die Kinder in Aktion zeigt. Sie singen: „Kinder haben Rechte.“ Die Sieger des Kita-Preises werden am 7. Mai in Berlin bekanntgegeben. Der Erstplatzierte erhält 25 000 Euro, die Plätze zwei bis fünf sind mit jeweils 10 000 Euro dotiert. Kurz vor dem Finale studieren die Kinder bei Fidibus übrigens gerade ein neues Lied ein: „Berlin. Wir fahren nach Berlin!“




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