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Lotsen auf dem Glaubensweg

Foto: Julia Fröder
Eine Firmvorbereitung, die Spaß macht: die Firmbewerber und ihre Betreuer im Haus Wasserburg.

Lotsen auf dem Glaubensweg

Von: Julia Fröder | 15. Dezember 2019
Vallendar/Polch: In der Pfarreiengemeinschaft Maifeld werden Firmbewerber größtenteils von Gläubigen auf den Empfang des Sakraments vorbereitet, die nur wenige Jahre älter sind – ein Erfolgsmodell, das ein seit sieben Jahren bestehender Arbeitskreis entwickelt hat.

Es geht wuselig zu bei dem viertägigen Vorbereitungstreffen im Haus Wasserburg. Etwas Stille kehrt erst ein, als eine Feuerschale angezündet und ein Impuls vorgelesen wird. Firmvorbereitung einmal anders – von jungen Leuten für junge Leute.

„Es macht Spaß“, berichtet Manuel Lellmann. Im Vorfeld der Firmung von fast 80 Jugendlichen aus der Pfarreiengemeinschaft, die Weihbischof Jörg Michael Peters am 30. November der Pfarrkirche St. Stephanus vornahm, leitete der Polcher gemeinsam mit 25 anderen Ehrenamtlichen das Angebot in der Vallendarer Jugendeinrichtung.

Dabei ging es in erster Linie um das Leben der Firmbewerberinnen und Firmbewerber sowie um den eigenen Glauben. „Was sind Eure Wurzeln?“, lautete eine der Fragen, die in das Programm miteingeflossen seien, berichtet der 21-Jährige. „Denn die Firmung ist ja auch ein Zu-sich-selbst-Finden. Das wollten wir zeigen“, fügt er hinzu.

Glaubwürdige Ansprechpartner

Wie die angeschnittenen Themen umgesetzt werden – da lassen die Verantwortlichen den jungen Leuten viel Freiraum. „Ich möchte, dass die Betreuer ebenso wie die Firmbewerber ihr eigenes Potenzial entdecken“, erklärt Renate Schmitt. Die Gemeindereferentin koordiniert als Hauptamtliche den Arbeitskreis Firmung, den es seit 2012 gibt.

Angela Pinger ist schon seit einigen Jahren dort aktiv. „Wir sind authentische Ansprechpartner im Glauben“, benennt sie einen Vorteil dieser Art der Firmvorbereitung. Es entstünden immer wieder persönliche Gespräche, erzählt die 19-jährige Kathrin Blatt, die zum zweiten Mal an der Organisation eines Vorbereitsungswochenendes beteiligt war. „Auf diese Weise kann der Glaube auch in Zukunft weitergegeben werden“, ist sich Pinger sicher. „Jeder ist hier angenommen – das ist für mich Glaube“, berichtet die 22-Jährige. Sie bezieht sich nicht nur auf die Vorbereitungsgruppe, sondern auch auf die Firmbewerberinnen und Firmbewerber.

Der Arbeitskreis trifft sich etwa alle zwei Monate. Da stehen dann auch für die Mitglieder Gespräche über Glaubensthemen auf dem Programm. Und bei einem Reflexionstreffen nach der Firmung steht immer die Frage im Fokus: „Wie können wir noch näher an den Jugendlichen sein?“

Das Konzept trägt nachweislich Früchte: 60 bis 70 Prozent eines Jahrgangs lassen sich in der Pfarreiengemeinschaft Maifeld jedes Jahr firmen, schätzt Renate Schmitt – in manch anderen Gemeinden sind es gerade mal noch 20 Prozent. Und die Gruppe des Arbeitskreises wächst kontinuierlich. Denn viele Frischgefirmte nehmen gerne die Einladung an, ihrerseits Teil des Vorbereitungsteams für die nächste Generation zu werden.

Anerkennung als „Ort von Kirche“ angestrebt

In der geplanten Pfarrei der Zukunft Ochtendung möchte sich der Arbeitskreis als „Ort von Kirche“ anerkennen lassen. „Es ist für die Jugendlichen wichtig, in der Synodalversammlung präsent zu sein“, hebt Renate Schmitt hervor. Und dass der Arbeitskreis ein „Ort von Kirche“ ist – daran haben die Beteiligten keinerlei Zweifel.



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