Paulinus - Wochenzeitung im Bistum Trier

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Bitte um konstruktiven Geist

Foto: Zeljko Jakobovac
Beginn eines langen Prozesses: Bischof Ackermann am ersten Tag der ersten Vollversammlung der Bistumssynode am 13. Dezember 2013.

Bitte um konstruktiven Geist

2. Dezember 2019
Bischof Dr. Stephan Ackermann sieht in der anstehenden Prüfung der Pfarreienreform durch den Vatikan trotz aller Mühen auch eine Chance.

Das offizielle Prüfverfahren helfe dabei, „größere Rechtssicherheit zu gewinnen“, schrieb er in einem am Wochenende veröffentlichten Brief an die Katholiken im Bistum. Gleichwohl stehe durch die Pause ab Januar eine Phase der Ungewissheit an, die Herausforderungen mit sich bringe. Das Bistum suche derweil nach Lösungen, um die Seelsorge vor Ort weiter zu sichern.

Ackermann rief Befürworter und Kritiker der Reformpläne zu einem konstruktiven Miteinander auf. „Was keinem hilft, ist eine Polarisierung und ein Gegeneinander verschiedener Parteiungen, das ansatzweise leider schon zu spüren ist“, sagte der Bischof. Diejenigen, die wegen des Eingreifens aus dem Vatikan „innerlich verärgert und enttäuscht sind“, bitte er, sich weiter aktiv einzubringen. Reformgegner rief er auf, an einem gemeinsamen Weg mitzuarbeiten, „dass unser Herr Jesus Christus zusammenführen kann, was getrennt ist“.

Erneuerung braucht eine neue Gestalt der Pfarreien

Ackermann erklärte, er sei weiterhin von den Reformplänen überzeugt und werde in diesem Sinne auch gegenüber den römischen Behörden Stellung nehmen. Der Vatikan hatte die Umsetzung der Pfarreienreform im Bistum Trier nach Beschwerden von Laienkatholiken und von einer Priestergruppe vorerst ausgesetzt, um die Pläne sorgfältig zu prüfen.

Der Bischof betonte, ihm sei bewusst, dass manche Menschen im Bistum sich nicht mitgenommen fühlten und mit „Sorgen und Vorbehalten“ auf das Reformvorhaben blickten. Bislang sei es nicht gelungen, diese Menschen mitzunehmen, „in der Überzeugung, dass die Erneuerung des kirchlichen Lebens auch eine neue Gestalt der Pfarreien braucht“.

Mit Blick auf die Beschwerden der Priester und Katholiken in Rom betonte Ackermann: „Das steht ihnen rechtlich zu, und wir haben von Seiten des Bistums auch aktiv auf diese Möglichkeit hingewiesen.“

Den Brief im Wortlaut gibt es hier.

Brief des Bischofs


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