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2020 keine neuen Pfarreien

Foto: Zeljko Jakobovac
"Wir werden mit dieser schwierigen und für viele Menschen belastenden Situation konstruktiv umgehen", sagte der Generalvikar.

2020 keine neuen Pfarreien

26. November 2019
Im Bistum werden wegen der Aussetzung des Synodenumsetzungsgesetzes zum 1. Januar 2020 weder Pfarreien errichtet und noch aufgehoben. Es gibt ein Übergangsmandat für die Ehrenamtlichen in den Gremien. Die Anstellungsverhältnisse für die neuen Leitungsteams bleiben.

„Die Entscheidung aus Rom, das Umsetzungsgesetz auszusetzen, bedeutet für unsere Vorbereitungen und die Planungen eine starke Intervention“, sagte Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg bei einem Pressetermin heute Nachmittag in Trier nach Redaktionsschluss des „Paulinus“. „Wir werden mit dieser schwierigen und für viele Menschen belastenden Situation konstruktiv umgehen.“ Man sei überzeugt, mit dem Abschlussdokument der Synode eine den aktuellen Herausforderungen angemessene Vision zu haben, die für das seelsorgliche Handeln leitend sei, verlas er aus seiner Stellungnahme.

Konkrete Maßnahmen

Generalvikar von Plettenberg stellte die konkreten Maßnahmen vor: Der Bischof werde aufgrund der Entscheidung der Kleruskongregation die Dekrete zur Aufhebung der bisherigen Pfarreien, Kirchengemeinden, Pfarreiengemeinschaften und Kirchengemeindeverbände sowie zur Errichtung der ersten 15 Pfarreien und Kirchengemeinden zum 1. Januar 2020 zurücknehmen. Die vorgesehenen Wahlen zum ersten Rat der Pfarrei in den 15 Pfarreien der Zukunft würden gestoppt.  Die verwaltungstechnische Installierung für die neuen Pfarreien werde ausgesetzt.

Da für die neuen Pfarreien keine ehrenamtlichen Räte gewählt werden könnten und die Amtszeit der vor vier Jahren gewählten Gremien 2019 auslaufe, werde es ein Übergangsmandat für die amtierenden Gremien geben. Das können die Ehrenamtlichen nutzen. Somit soll die Arbeitsfähigkeit der Gremien, zu denen Pfarrgemeinderäte, Pfarreienräte direkt, Kirchengemeinderäte und Verwaltungsräte gehören, sichergestellt werden.

Die Anstellungsverhältnisse der 15 neuen Leitungsteams, die derzeit aus 41 Personen bestünden, würden beibehalten. „Wir werden mit den Frauen und Männern Gespräche führen über ihren Einsatz für die Zeit der Aussetzung des Umsetzungsgesetzes“, sagte der Generalvikar.

Der Bischof werde „zeitnah“ eine Stellungnahme sowohl für die Kleruskongregation als auch für den Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte verfassen. Am Wochenende werde er sich mit einem geistlichen Wort an die Gläubigen im Bistum richten.


Einen weiteren Artikel zum Pfarreienreform gibt es hier.


Generalvikar: Information zur „Aussetzung des Umsetzungsgesetzes“


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