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Seelsorge in Übergangszeit gewährleistet

Foto: Bistum
Die Anhörung der Gremien und Pfarrer zeige ein differenziertes Bild, sagt Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg.

Seelsorge in Übergangszeit gewährleistet

Bischof Dr. Stephan Ackermann hat die Dekrete zur Errichtung von 15 neuen Pfarreien erlassen.

In einer vorausgegangenen Anhörungsphase konnten sich Gremien und Pfarrer zur Aufhebung der bisherigen Pfarreien, zum Namen der Pfarrei und dem Pfarrort äußern, aber auch allgemeine Hinweise etwa zur Seelsorge geben. Diese Anhörung zeige ein differenziertes Bild, kommentiert Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg die Ergebnisse. Die Rücklaufquote liegt bei 68,4 Prozent. 52 Prozent davon stimmen den Planungen zu, etwa in Wittlich, Tholey oder Ochtendung, oder stehen ihnen neutral gegenüber.

In manchen Pfarreien zeigt sich jedoch auch eine deutliche Ablehnung gegen die neue Pfarreistruktur, etwa in St. Wendel, Mayen oder Neuwied. „Die hohe Ablehnung mancherorts lässt sich nachvollziehen, wenn man die Situation vor Ort anschaut“, sagt von Plettenberg. „Sie zeigt eine hohe Identifikation mit den jetzigen Pfarreien und der bisherigen Gremienstruktur.“ Bei den Stellungnahmen zu Pfarrort oder Pfarrname sind die Zustimmungswerte höher.

Ängste nehmen vor dem, was kommt

Grundsätzlich gibt der Name des Pfarrortes der Pfarrei ihren Namen. Einzige Ausnahme ist die in der Planung unter dem Namen Ochtendung geführte Einheit, die aufgrund des starken und eindeutigen Votums aus der Anhörung künftig „Pfarrei Maifeld-Untermosel“ heißen wird. „Auch hier haben wir auf die Stimmen vor Ort gehört“, erklärt Generalvikar von Plettenberg. Er sieht in den Anhörungsergebnissen wichtige Hinweise für die Leitungsteams der neuen Pfarreien, die bereits seit September feststehen. „Gerade da, wo es viele Widerstände gibt, wird natürlich das Gespräch wichtig sein. Oftmals geht es ja darum, Ängste zu nehmen vor dem, was kommt.“

Der Generalvikar ist zuversichtlich, dass die Menschen spüren, dass die lokale Verbundenheit erhalten bleiben kann, nicht zuletzt durch die bekannten Seelsorgerinnen und Seelsorger. „Wir haben in den vergangenen Wochen in allen neuen Pfarreien mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern Gespräche geführt, um sicherzustellen, dass die Seelsorge gerade in dieser Übergangszeit gewährleistet ist; dass die Menschen sich darauf verlassen können, dass Gottesdienste gefeiert und die Sakramente gespendet werden.“

Mit der Zustellung der Dekrete beginnt kirchenrechtlich eine Zehntages-Frist, in der Beschwerde gegen das Dekret beim Bischof eingelegt werden kann. Dann hat der Bischof erneut die Möglichkeit, Veränderungen vorzunehmen, bevor die Dekrete umgesetzt werden. Die "Initiative Kirchengemeinde vor Ort" ruft Gläubige in den jeweiligen Einzugsgebieten der betroffenen Pfarreien der Zukunft auf, mit einem kurzen Schreiben dem Bischof seine Ablehnung mitzuteilen.

  • Info
    Die ausführliche Auswertung der Anhörung ist hier zu finden. Weitere Informationen zur Synodenumsetzung gibt es hier.

Generalvikar Ulrich von Plettenberg äußert sich zu den Ergebnissen der Anhörung.


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