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Hilfen zu einem tieferen Verstehen

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Autor der Serie ist Pfarrer Dr. Eugen Daigeler.

Hilfen zu einem tieferen Verstehen

Von: Eugen Daigeler | 10. März 2019
Der „Paulinus“ hat eine 16-teilige Reihe gestartet, die Hilfen zu einem tieferen Verstehen der Feier der heiligen Messe und ihrer Riten geben will. In der ersten Folge geht es um zunächst um eine Klärung der Begriffe.

Die heilige Messe ist die Herzmitte des katholischen Glaubens, sie ist wie es das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965) nennt „Quelle und Höhepunkt“ allen kirchlichen Tuns. Darum lohnt es sich, ihre Worte und Gesten zu betrachten und sie so tiefer zu verstehen. Ähnlich wie es der Bischof den neugeweihten Priestern bei der Übergabe von Kelch und Hostienschale sagt: „Bedenkt, was ihr tut; ahmt nach, was ihr vollzieht und stellt euer Leben unter das Geheimnis des Kreuzes.“ Wie nirgends sonst begegnet uns das „Geheimnis des Kreuzes“ in der heiligen Messe. Denn das Sterben und Auferstehen Jesu ist gegenwärtig in ihr, damit es mein Leben prägen kann.

Um eine Sache zu erklären, müssen zuerst die Begriffe geklärt sein. Häufig begegnet uns das allgemeine Wort „Gottesdienst“. Schön ist, dass es anzeigt, um wen es geht. Gott ist Grund und Mitte dieser Feier. Daher ist stets die Frage, steht er wirklich in der Mitte, geht es um ihn, um sein Wort und seine Gegenwart? Das Wort ist ein Überbegriff für alle Arten von Gottesdienst, von der Andacht, über den Rosenkranz bis hin zu den Sakramenten. In manchen Regionen ist auch die Bezeichnung „Kirche“ nicht nur für den Raum, sondern auch für die Feier in Gebrauch. Dieses Wort erinnert, dass der christliche Gottesdienst Kirche aufbaut, dass also die Feier Gemeinschaft mit Christus und untereinander schafft.

Eucharistie kommt vom griechischen Wort für Danksagen

Schließlich gibt es genauere Begriffe. Da ist etwa das Wort „Eucharistiefeier“. Eucharistie, vom griechischen Wort für Danksagen, ist ein seit den frühen Zeiten des Christentums gebrauchter Begriff sowohl für den Leib Christi als auch für die Gedächtnisfeier von Tod und Auferstehung des Herrn.

Heute bezeichnet es neben dem Wortgottesdienst den zweiten großen Teil der Messfeier. Man hört auch das Wort „Messopfer“, das Konzil spricht mehrfach vom „eucharistischen Opfer“. Hier wird ein zentraler Aspekt der Feier herausgestellt: Das Opfer, die Hingabe Christi am Kreuz wird bei der Wandlung gegenwärtig und die Gläubigen werden in dieses „Geheimnis des Glaubens“ hineingenommen. Liturgisch treffend ist das Wort Messfeier, da es genau die Feierform bezeichnet. Angemessen ist der Begriff „heilige Messe“, wie er in den liturgischen Büchern verwendet wird. Der Zusatz „heilig“ ordnet das auch profan gebrauchte Wort „Messe“ ein. Sie ist der Ort, an dem wir dem dreimal heiligen Gott begegnen dürfen, der sich uns in der Hingabe seines Sohnes schenkt, in die wir durch das heilige Mahl hineingenommen werden.

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An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


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