Weihbischof Peters lässt mit den Schülern Luftballons steigen
Weihbischof Peters ließ mit den Schülern Luftballons steigen. Foto: Judith Rupp

Fest auf der Rheininsel

1000 Festgäste kamen: Die Nonnenwerther Franziskanerinnen feierten ihr 175-jähriges Bestehen.

Von Judith Rupp

Remagen/Nonnenwerth. Weihbischof Jörg Michael Peters hat am 10. Mai aus Anlass des 175-jährigen Bestehens der Franziskanerinnen von der Buße und der christlichen Liebe einen Festgottesdienst auf der Rheininsel Nonnenwerth gefeiert. Die Gemeinschaft der „Nonnenwerther Franziskanerinnen“ war am 10. Mai 1835 von Catharina Damen in Heythuysen (Niederlande) gegründet worden. Die Ordensgemeinschaft unterhält auf der Insel ein Gymnasium mit rund 720 Schülerinnen und Schülern.

Weihbischof Peters ermutigte in seiner Predigt die rund 1000 Festgäste, die Kirche nicht als etwas zu begreifen, „was uns gegenübersteht, sondern etwas, wo ich dazu gehöre, ohne das ich die Hoffnungsperspektive nicht kennen würde“. Die Menschen dürften sicher sein: „Gott hat mein Schicksal längst in den Blick genommen.“

Eine Feier, die Kraft für die Zukunft schenkt

Provinzoberin Schwester Maria Lay dankte allen, die „am Werk der Stifterin weiterbauen“. Auch heute seien Menschen herausgefordert, in der Nachfolge der Gründerin ein Zeugnis zu geben: „Es lohnt sich, sich ganz und absichtslos für das Evangelium einzubringen.“ Die Provinzoberin betonte, sie freue sich, dieses „Fest des Dankes“ mit der Schulgemeinschaft, Vertretern des öffentlichen Lebens und auch mit großer kirchlicher Präsenz zu begehen: „Diese Feier trägt uns weiter und bahnt uns den Weg in die Zukunft.“ Sie betonte: „Wir spüren: Gott ist gut. Er hat uns in den Blick genommen, gestern, heute, morgen.“

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatten sich alle Instrumental- und Chorensembles des Gymnasiums zusammengetan; Schüler, Lehrer, Eltern, Ordensschwestern und Mitarbeitende wirkten mit – „ein schönes Zeichen“, betonte Schulleiter Dieter Peter. Er nutzte die Gelegenheit, den Schwestern zu danken „für alles, was Sie für uns tun“. An den Gottesdienst schloss sich ein Fest an, bei dem es unter anderem einen Luftballon-Wettbewerb, einen „Markt der Möglichkeiten“, musikalische Darbietungen und Ausstellungen gab.

Derzeit leben in der „Maria-Immaculata-Provinz“ mit dem Provinzhaus in Nonnenwerth 97 Schwestern. Im Kloster St. Clemens auf Nonnenwerth leben 25 Ordensschwestern. Weitere 72 Schwestern leben in den Konventen in Bad Honnef, Limburg, Linz am Rhein, Overath, Remagen und Trier. Info: Franziskanerinnen, Kloster St. Clemens, Insel Nonnenwerth, Telefon (0 22 28) 6 00 90, Internet www.nonnenwerth.org.

» Leserbrief an die Redaktion