Bunte Plakate, praktizierte Solidarität: Schülerinnen und Schüler während des Solidaritätsmarschs. Foto: Hans Georg Schneider

„Kinder helfen Kindern“

Maximilian-Kolbe-Schule Wiebelskirchen geht für Kinderprojekte in nah und fern auf die Straße

Von Hans Georg Schneider

Die rund 700 Schülerinnen und Schüler der Maximilian-Kolbe-Schule des Bistums in Wiebelskirchen haben einen Solidaritätsmarsch für Altersgenossen in Not durchgeführt.

„Wir helfen armen Kindern“, „Kinder für Kids“, „Wir helfen Kindern in Not“: Nicht Forderungen, sondern Versprechen, aufgeschrieben auf bunten Pappschildern, begleiteten eine ungewöhnliche Demonstration am 21. März auf dem Stummplatz in Neunkirchen. Die Schülerinnen und Schüler der Wiebelskircher Maximilian-Kolbe-Schule machten hier eine „Kundgebungs-Pause“ auf ihrem diesjährigen Solidaritätsmarsch; mit dabei viele Eltern, die Lehrerschaft und Freunde der Schule.

Rund eine Stunde vorher war der Marsch in Wiebelskirchen gestartet worden. Vorher hatten sich alle Sponsoren gesucht, die nach der Aktion pro Kilometer einen bestimmten Betrag spenden. Schulleiter Walter Meiser erläuterte den Verwendungszweck der Gelder. Unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ werden drei Projekte unterstützt, die Kindern helfen. Geld geht an die Brasilienhilfe Avicres e. V., die Straßenkinder in der brasilianischen Millionenstadt Nova Ignacu unterstützt. Weitere Gelder sind für eine katholische Schule in Ixopo in Südafrika bestimmt. Dort soll die Schulspeisung von hungernden Schülern sichergestellt werden. Das dritte geförderte Projekt liegt vor der Haustür: Ein Teil der Summe soll nämlich in ein Modellprojekt gegen Kinderarmut in Alt-Saarbrücken und Saarbrücken-Malstatt fließen. Hier geht es darum, Kindern die unterhalb der Armutsgrenze leben, zu helfen, damit sie bessere Chancen in der Schule und für ihre spätere Entwicklung haben. Religionslehrer Gregor Römer, Cheforganisator des Marschs, kündigte an, dass Schülerinnen und Schüler auch Kontakt mit den Kindern aufnehmen wollen.

Schirmherr war diesmal Umweltminister Stefan Mörsdorf, der sich auch unter die Teilnehmer reihte. „Wir alle können stolz auf unsere Schule sein“, sagte er. Nach dem Aktionstag waren alle nochmals gefordert – beim Einsammeln der Sponsorengelder, vor zwei Jahren stolze 58 000 Euro.