Offenes Ohr: Mitten in der Stadt stehen Besuchern Ansprechpartner zur Verfügung. Foto: Alfons Waschbüsch

Im Herzen der City Jesus begegnen

Gottesdienst und Gespräch, Feier der Versöhnung und Wiedereintritt: Koblenzer City-Kirche mit neuen Diensten eröffnet

Von Alfons Waschbüsch

Nach monatelangen Umbauarbeiten ist am Montag, 26. März in Koblenz unter großer Beteiligung der Bevölkerung die Jesuitenkirche in der Koblenzer Altstadt als City-Kirche offiziell eröffnet worden.

Sie vereinigt vier verschiedene Dienste: Die Info- und Kontaktstelle „Offene Tür“, die Gesprächs- und Beichtseelsorge des Dekanates Koblenz, die Gebets- und Gottesdienstangebote der Gemeinschaft der Arnsteiner Patres und die Wiedereintrittsstelle der katholischen Kirche.

Im Eröffnungsgottesdienst betonte der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters, er hoffe, dass alle, die in die Kirche kämen im Gespräch, der Feier der Versöhnung im Bußsakrament, der Mitfeier der Gebetszeiten, in der Eucharistie und damit zugleich in der Begegnung mit Jesus Ermutigung für die Gegenwart und die Zukunft fänden.

Der Dechant des Dekanates Koblenz, Pfarrer Eugen Vogt, sagte, die Kirche würde sich auch für diejenigen öffnen, die vielleicht nicht in den Pfarrkirchen und den üblichen seelsorglichen Strukturen erreicht würden. „Menschen begegnen hier einer offenen Kirche, darum geht es bei der City-Kirche am Jesuitenplatz, in guter Nachbarschaft zur Stadtinformation und in guter ökumenischer Geschwisterlichkeit“, betonte der Dechant.

Oberbürgermeister wünscht sich christlichen Eifer

Der Koblenzer Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann äußerte in einem Grußwort seine Freude darüber, dass inmitten der Stadt ein umfassendes kirchliches Angebot unterbreitet wird. Das sei gerade in der heutigen Zeit wichtig, in der viele Menschen orientierungslos seien. Die christlichen Werte seien richtungsweisend. „Ich wünsche mir, dass mit den Diensten, die hier angeboten werden, mit christlichem Eifer die Herzen der Menschen im Herzen unserer Stadt erreicht werden“, sagte der Oberbürgermeister.

In ökumenischer Verbundenheit überbrachte Pfarrerin Margit Büttner die besten Grüße und Wünsche des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz für eine segensreiche Arbeit.

Ehren- und hauptamtliche kirchliche Männer und Frauen stellten bei der Eröffnungsfeier die verschiedenen Dienste und Angebote in der City-Kirche vor. Neu ist die Info- und Kontaktstelle „Offene Tür“. Dort erhalten Ratsuchende Informationen zum kirchlichen Leben, Ehren- und Hauptamtliche laden zum Gespräch ein oder zeigen und vermitteln Wege zu anderen Einrichtungen und Hilfsangeboten. Die „Offene Tür“ will ein Ort sein, an dem Menschen in der Stadt einen konkreten Ansprechpartner für ihre Fragen finden. Mitwirkende des Info-Zentrums „Offene Tür“ sind 14 Ehrenamtliche und acht Seelsorgerinnen und Seelsorger des Dekanates Koblenz. Ebenfalls neu ist in der City-Kirche die Wiedereintrittsstelle. Hier finden katholisch Getaufte, die zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Lebens aus der Kirche ausgetreten sind, Gespräch und Begleitung, um wieder in die Kirche eintreten zu können. Ebenso gibt es Ansprechpartner für alle, die daran interessiert sind, katholisch zu werden.

Arnsteiner Patres halten Ordenstradition aufrecht

Fortgesetzt wird die Beicht- und Gesprächsseelsorge. Sie wird vom Dekanat Koblenz und den Arnsteiner Patres getragen. Ratsuchende haben hier die Möglichkeit, sich mit einem Geistlichen auszutauschen. An sechs Tagen in der Woche stehen Priester des Dekanates Koblenz sowie Arnsteiner Patres zur Verfügung. Seit Sommer 2004 wohnen vier Arnsteiner Patres in dem Konvent neben der Kirche am Jesuitenplatz, um an die geistliche Tradition des Ortes anknüpfen und in der City-Seelsorge neue Akzente zu setzen.

Die Beicht- und Gesprächsseelsorge kann Montags bis Samstags von 9.30 bis 11.30 Uhr und Montags bis Freitags von 15 bis 17 Uhr aufgesucht werden. Das Mitarbeiterteam der „Offenen Tür“ lädt ein: Montags von 13 bis 19 Uhr sowie dienstags, donnerstags, freitags und samstags von 10 bis 19 Uhr. Weitere Informationen bei Dekanatsreferent Hans-Peter Kuhnen, Telefon (02 61) 96 35 58-11 oder bei Pater Ludger Widmaier, Telefon (02 61) 9 12 63-21.