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Neue Form der Gemeinschaft

Foto: Julia Fröder
Kalle Rusky, Michael Glieden, Marcus Bochert, Margit Ebbecke, Peter Uhl, Heinz Christ, Tobias Theobald, Andreas Bühler und Elisabeth Beiling engagieren sich für die neue Gottesdienstform „MusikkircheLive“.

Neue Form der Gemeinschaft

Von: Julia Fröder | 11. Februar 2018
Die „MusikkircheLive“ aus Neuwied wird als Projekt des Bistums anerkannt und erhält dadurch mehr Unterstützung.

Seit dem 1. Januar ist die „MusikkircheLive“ aus dem Neuwieder Stadtteil Block offiziell als Bistumsprojekt eingestuft. Das bedeutet, dass dieser etwas andere Gottesdienst für zwei Jahre mit finanzieller und personeller Anschubhilfe versorgt wird. Dieser Status geht auch mit einigen Verpflichtungen einher, sagt Projektleiterin Margit Ebbecke. „Aus diesem Grund haben wir nun klare Ziel- und Zeitvorgaben, zu denen auch eine Evaluierung und ein Marketing- sowie Finanzkonzept zählen“, erklärt die Dekanatsreferentin des Dekanats Rhein-Wied bei einem Treffen, zu dem sich die Projektleitung, Kooperationspartner und Vertreter der Arbeitskreise zusammengefunden hatten.

Menschen mit Gospel, Rock und Pop ansprechen

„Wir möchten Menschen ansprechen, die sich vom traditionellen Gottesdienstangebot nicht angezogen fühlen, aber eine gewisse Sehnsucht nach Gemeinschaft spüren und sich fragen, ob Gott einen Platz in ihrem Leben hat“, erklärt Dekanatsreferentin Ebbecke das Konzept, welches sie mit Dekanatskantor Peter Uhl, Pastor Heinz Christ und weiteren Haupt- und Ehrenamtlichen aus dem Dekanat und aus der Pfarreiengemeinschaft Heimbach-Engers aufgebaut hat.

„MusikkircheLive“ sei ein Angebot für Menschen, die im Rock, Pop und Gospel zuhause sind und die gemeinsam auf die Suche nach einer neuen Glaubensheimat gehen wollen. Dass diese Idee aufgeht, hätten die bisherigen Gottesdienste gezeigt. Bei den ersten beiden Veranstaltungen seien jeweils 400 Gläubige zusammengekommen.

„Die Zielvorgabe von 150 bis 200 Personen pro Gottesdienst werden wir daher hoffentlich schaffen“, schaut Ebbecke auf die künftigen Gottesdienste, die ab sofort alle zwei Monate stattfinden. „Wir sind auf einem guten Weg, Menschen anzusprechen“, stellt Pastoralreferentin Elisabeth Beiling fest. Die Ziele für die nächsten zwei Jahre stehen unter den Oberbegriffen „Etablierung und Professionalisierung“ der „MusikkircheLive“.

„Wir stehen für eine neue Gottesdienstform und für neue Formen der Gemeinschaft. Diese Aufträge finden sich ganz klar im Abschlussdokument der Bistumssynode“, erläutert Dekanatsreferentin Ebbecke. „Durch die Musik aus dem Leben bringen wir den Alltag der Menschen in den Gottesdienst“, erklärt sie eine Säule der „MusikkircheLive“. „Der zweite Teil des Gottesdienstes widmet sich der Verkündigung. Den Abschluss bildet ‚Time & Talk‘, der zu einer neuen Interessensgemeinschaft führen soll.“

Die „MusikkircheLive“ zu organisieren, sei mit großem Aufwand verbunden, berichtet die Dekanatsreferentin. „Es gibt Gott sei Dank Menschen, die sich dafür engagieren“, freut sich Pfarrer Heinz Christ. Doch es werden weitere Ehrenamtliche in den Projektgruppen wie Marketing, Auf- und Abbau, Inhalt/Gottesdienst, Musik, Finanzen, Technik und für das Welcome-Team, das den „Time & Talk“ begleitet, gesucht. Denn ein Ziel ist es, dass die Gläubigen aktiv die Musikkirche mitgestalten. Die Veranstalter freuen sich über einmalige Hilfe genauso wie über langfristige Mitarbeit.

Die nächste „MusikkircheLive“ findet am Sonntag, 25. Februar um 18 Uhr in der Kirche Heilige Familie Neuwied-Block (Mittelweg 14) statt. Dieses Mal steht das Motto „Er hat es für mich getan, und für dich“ im Vordergrund. Unter der Leitung von Dekanatskantor Peter Uhl und unterstützt von Kantor Bernhard Bätzing singt der Projektchor Pop- und Gospelstücke. Er wird dabei von professionellen Einzelmusikern begleitet, die in der „MusikkircheLive“ zusammen auftreten.




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