Herbert Schwarz und Bischof Zephyrin Toé freuen sich über Berichte aus der Weltkirche im „Paulinus“. Rechts Chefredakteur Bruno Sonnen. Foto: Jakobovac

Aus Burkina Faso nach Trier

Bischof Toé zu Besuch im Bistum und beim „Paulinus“

In Rom bemühte er sich um den Fortgang im Seligsprechungsprozess des ersten Katechisten seines Landes, Alfred Diban Ki-Zerbo; in Aachen traf er mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von missio und Misereor zusammen, um über Hilfsprojekte in seiner Diözese zu beraten; im Bistum Trier schließlich besuchte er Mitbrüder und Freunde und stattete der „Paulinus“-Redaktion einen Besuch ab: Bischof Zephyrin Toé aus Dédougou, einer Diözese, die im westafrikanischen Sahelstaat Burkina Faso liegt. Begleitet wurde er von dem aus dem Bistum Limburg stammenden Afrikamissionar Bruder Herbert Schwarz, der im Bistum Dédougou vor allem in der handwerklich-technischen Ausbildung der Katechisten tätig ist.

Beim Gespräch in der „Paulinus“-Redaktion wurde unter anderem deutlich, wie sehr die afrikanische Kirche in ihrer Seelsorge auf Katechisten setzt. Sie sind die wichtigsten Stützen der christlichen Gemeinschaften in den oft recht weit voneinander entfernten, sehr zerstreut liegenden Dörfern draußen „im Busch“. Die Kirche von Burkina Faso ist eine junge, wachsende Kirche. Nach 100 Jahren der Evangelisierung vor allem durch die Weißen Väter und Schwestern gibt es nicht nur – je nach Region – zwischen fünf und 25 Prozent Christen, sondern auch immer mehr Priester- und Ordensberufungen.

Neben Fragen der Seelsorge rückte Bischof Toé in Trier auch die angespannte Ernährungssituation seines Landes in den Blick. Die große Mehrzahl der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, wichtigstes Grundnahrunsgmittel ist Hirse. In den letzten beiden Jahren sei dieÏErnte jeweils sehr schlecht gewesen, berichtete der Bischof; die Hirsevorräte seien aufgebraucht. Wenn die Ernte dieses Jahres erneut schlecht ausfalle, werde es möglicherweise wieder eine Hungersnot geben. Bruno Sonnen